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Hilfen für zu Hause

Wenn mit zunehmendem Alter die Kräfte etwas nachlassen oder eine Behinderung die Selbstversorgung beschwerlich macht, können die verschiedenen Hilfen für zu Hause dazu beitragen, dass Betroffene möglichst lange unabhängig und selbstständig in ihrer Wohnung leben können.




Essen auf Rädern


Essen auf Rädern ist ein mobiles Menüangebot für Menschen, die sich eine Zeitlang oder auf Dauer nicht selbst mit Nahrungsmitteln versorgen können oder wollen.
Die Mahlzeiten werden entweder täglich frisch zubereitet oder tiefgekühlt gegart.

Der Kunde kann sich aus einem großen Angebot Mahlzeiten für eine Woche zusammenstellen, die dann täglich zur gleichen Zeit ausgeliefert werden.
Es gibt darüber hinaus keine Verpflichtung Mahlzeiten über einen längeren Zeitraum abzunehmen. Bei den einzelnen Anbietern bestehen Unterschiede hinsichtlich der bestell- und Kündigungszeiten  - man sollte sich also auch danach erkundigen.

Falls am Wochenende keine warmen Mahlzeiten geliefert werden können, gibt es die Möglichkeit, gekühlte oder tiefgefrorene Menüs zu bestellen. Manche Anbieter leihen oder vermieten Geräte zum Erhitzen der Speisen.

Wenn Sie nähere Informationen wünschen, können Sie eine der E-Mail-Adressen der Infozentren Pflege auf der Startseite anklicken oder bei uns anrufen. Wir können Ihnen auch sagen, in welchen Pflegeheimen oder Begegnungsstätten die Möglichkeit besteht, am Mittagstisch teilzunehmen.

Die Verbraucherzentrale NRW bietet als Hilfe bei der Suche nach dem idealen Mittagsmenü eine kostenlose Checkliste an. Sie kann unter der Telefonnummer 0211 / 3 80 92 02 (Normaltarif) angefordert werden. Als PDF-Datei ist sie unter www.vz-nrw.de \ Gesundheit + Pflege \ Ambulante Pflege zu erhalten.



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Hausnotrufsystem

Was ist ein Hausnotrufsystem?
Ein Hausnotrufsystem besteht aus einem Basisgerät, das mit einem Telefon verbunden ist und einem Sender in Form eines Funkfingers, der als Armband, Brosche oder als Halskette getragen werden kann.

Welche Angebote können gewählt werden?
Jeder Hausnotruf-Anbieter nennt seine Leistungspakete anders. In der Regel  wird unterschieden zwischen einem Basis- und einem oder mehreren Komfortmodellen (Standard- oder Sicherheitspaketen).

Bei der Basisvariante werden im Krisenfall von der Einsatzzentrale, mit der der Hausnotruf verbunden ist, Angehörige, Freunde, ein Pflege- oder Rettungsdienst informiert – je nachdem welche Personen man in der Notrufverfolgungsliste angegeben hat.
Bei der Komfortvariante kommt ein Pflegedienst, bei dem für einen Notfall ein Schlüssel hinterlegt wurde, in die Wohnung des Anrufenden, um ggf. Hilfe zu leisten.

Zusätzlich angeboten werden:

-        die Vermittlung von Dienst- und Servcieleistungen

-        Weckanrufe oder Wecktasten, bei denen einmal am Tag ein Kontakt        zwischen dem Kunden und der Einsatzzentrale hergestellt wird.

Für wen ist die Nutzung eines solchen Gerätes sinnvoll?
Gedacht ist ein solches Gerät für Menschen, die sich aufgrund körperlicher Schwäche oder aufgrund einer Erkrankung in bestimmten Notsituationen nicht selbst helfen können, sei es, dass sie nach einem Sturz nicht mehr allein aufstehen können, sei es, dass sie wegen der Verschlimmerung einer Erkrankung einen Notarzt benötigen.

Man sollte aber bedenken, dass es auch Erkrankungen gibt, bei denen der einzelne in einer krisenhaften Situation nicht in der Lage ist, eine bewusste Bewegung auszuführen; deshalb kann ein solches Gerät unterstützend sinnvoll sein, einen betreuenden Menschen kann es aber nicht ersetzen.

Wer bietet Hausnotrufsysteme an?
Angeboten werden Hausnotrufsysteme von Wohlfahrtsverbänden, kirchlichen Organisationen und privaten Anbietern, die über eine Einsatzzentrale 24 Stunden am Tag erreichbar sind und auch die Installation und Wartung des jeweiligen Gerätes übernehmen bzw. einen entsprechenden Dienst vermitteln. Dabei ist es gleichgültig, an welchem Ort sich die Einsatzzentrale befindet, weil dort lediglich der Notruf eingeht und weiter bearbeitet wird. Wichtig ist, dass sich die Hilfe leistenden Kontaktpersonen bzw. Dienste in örtlicher Nähe befinden.

Welche monatlichen Kosten entstehen dem Kunden?
Die Hausnotruf-Anbieter können ihre Preise frei gestalten. Daher sind die Kosten für die angebotenen Leistungen unterschiedlich. Ist jemand als pflegebedürftig durch seine Pflegekasse anerkannt, übernimmt diese 18,36 € der monatlichen Kosten.

Ebenfalls übernimmt die Pflegekasse  - bei Einstufung – die Kosten für die Anschlussgebühren in Höhe von 10,49 €.

Darüber hinaus gehende Gebühren müssen selbst gezahlt werden.
Bei der Komfortvariante unterscheiden sich die einzelnen Anbieter in ihren Zahlungsmodalitäten.

Liegt keine anerkannte Pflegebedürftigkeit vor, so muss der Kunde sowohl eine Installationsgebühr als auch eine monatliche Miete  in Abhängigkeit vom gewählten Modell entrichten. Zusätzlich gewählte Leistungspakete sind ebenfalls kostenpflichtig.

Über die Kosten möglicher Hilfeleistungen sollte man sich vor Vertragsabschuss informieren.

Wenn Sie sich näher über ein Hausnotrufsystem informieren möchten, kann Ihnen die Broschüre des Landes NRW „Hausnotruf  Schnelle Hilfe im Ernstfall“ dienlich sein.

Sie ist zu erreichen unter folgender Internetadresse:

www.mags.nrw.de  >  Soziales   >  Pflege  >  Zu Hause leben

Sollten Sie nicht über einen eigenen Internetanschluß verfügen, so bieten viele Bibliotheken gegen eine geringe Gebühr die Möglichkeit im Internet zu surfen an.

Weitere Informationen können Sie per E-Mail oder telefonisch bei den Info-Zentren Pflege erhalten.


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Mobile Dienste

Was ist ein
Mobiler sozialer Hilfsdienst (MSD)?
Für Menschen, die Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung oder bei der Teilhabe am außerhäuslichen gesellschaftlichen Leben benötigen, stellen die freien Träger der Wohlfahrtspflege mobile soziale Dienste zur Verfügung.

Welche Leistungen bieten die einzelnen Anbieter?
Ein Kunde kann Zivildienstleistende oder hauswirtschaftliche Fachkräfte stundenweise mieten und braucht diese nicht zu versichern, wie es der Fall wäre, wenn er eine einzelne Hilfskraft selbst einstellen würde.

Welche Arbeiten werden ausgeführt?
Gewählt werden kann:
- die Reinigung der Wohnung,
- die Reinigung der Wäsche,
- Gartenpflege,
- Begleitung zum Einkaufen oder zum Arzt,
- die Zubereitung von Mahlzeiten, etc.

Wer übernimmt die Kosten für eine solche Hilfs- oder Fachkraft?
Je nachdem wie der Unterstützungsbdarf zustande gekommen ist, kommen neben der Eigenfinanzierung  Kostenträger wie Unfallversicherung, Rentenversicherung oder Sozialhilfeträger in Betracht. 

Kriegsversehrte oder deren Angehörige
sollten sich in jedem Fall an die Kriegsopferfürsorgestelle des Kreises Minden-Lübbecke wenden. Tel.: 0571 - 807-0


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