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Hilfen für Menschen mit demenziellen Erkrankungen

Die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen beträgt derzeit nach Auskunft der Deutschen Alzheimer Gesellschaft etwa eine Million Menschen, Tendenz steigend.

Die Demenz ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns – am bekanntesten ist die Alzheimer-Demenz. Im Verlauf der Krankheit werden viele Gehirnfunktionen gestört – Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassungsgabe, Sprache und Urteilsvermögen. Die Krankheit verändert die Persönlichkeit – sie beeinflusst auch das Gefühlsleben und das Verhalten. An Demenz zu erkranken, ist für die Betroffenen selbst und auch für die Angehörigen ein Schock. Die Betroffenen befürchten den schleichenden Gedächtnisverlust, die Angehörigen sehen sich im Verlauf der Erkrankung mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert.

Ab dem 01.07.2008 werden von der Pflegekasse auf Antrag höhere Zuschüsse als bisher zu einer qualitätsgesicherten Betreuung von Menschen mit eingeschränkter Alterskompetenz gewährt werden, in Form von einzelnen Tagen der Tages- oder Nachtpflege, der Kurzzeitpflege als besonderes Angebot der allgemeinen Anleitung und Betreuung eines dafür qualifizierten ambulanten Dienstes oder in Form von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten:
  • Betreuungsgruppen für demenziell Erkrankte
  • Helferkreise zur stundenweise Entlastung pflegender Angehörige im pflegenden Bereich
  • Tagesbetreuung in Kleingruppen
  • Einzelbetreuungen durch anerkannte Helfer
Gewährt werden Leistungen in einer Höhe von 100,- bzw. 200,- € im Monat auch in Pflegestufe 0, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen.

Wenn Sie bisher 460,- € im Jahr für Betreuungsleistungen erhalten haben, werden Sie in Zukunft aller Voraussicht nach bis zu 100,- € im Monat erhalten. Bei zu erwartendem Anspruch auf erhöhte Betreuungsleistungen (bis zu 200,- € im Monat) oder wenn noch keine Pflegeeinstufung erfolgt ist aber eine demenzielle Erkrankung vorliegt, sollten Sie möglichst rasch einen Antrag an die jeweilige Pflegekasse auf entsprechende Betreuungsleistungen stellen. Siehe auch www.deutsche-alzheimer.de (Infoblatt zur Pflegeversicherung).

Meistens wird die Alzheimer- oder eine andere Demenzerkrankung zu spät erkannt und behandelt. Eine frühzeitige Diagnose ist aber wichtig, da eine medikamentöse Behandlung das Fortschreiten der Erkrankung verzögern kann.

Hilfe und Unterstützung
sowohl für die Betroffenen selbst wie auch für die Angehörigen – bieten im Kreisgebiet Minden-Lübbecke die Demenzberatungsstellen:

Vergissmeinnicht vom Diakonischen Werk, Fischerallee 9, 32423 Minden,
Tel. 05 71 / 8 88 04 – 205 oder über das Infotelefon Demenz für den Kreis Minden-Lübbecke 0 18 04 / 45 33 00, Fax: 05 71 / 8 88 04 – 206
e-mail: vergissmeinnicht@dwminden.de

HilDe – Hilfen bei Demenz vom Paritätischen Wohlfahrtsverband,
Simeonsstr. 17 / 19, 32423 Minden, telefonisch zu erreichen beim Infotelefon Demenz für den Kreis Minden-Lübbecke, 0 18 04 / 45 33 00.
e-mail: info@hilfen-bei-demenz.de

Die Mitarbeiter/innen beider Beratungsstellen beraten zum Krankheitsbild der Demenz, zur Finanzierung der Pflege und Betreuung, informieren über rechtliche Vorsorgemöglichkeiten, praktische Hilfen im Alltag und Entlastungen. Sie bieten Hausbesuche an, organisieren Kurse für pflegende Angehörige und gesellige Treffen der Betroffenen.

Außerdem gibt es im Kreisgebiet ein Kontakttelefon zum Thema Demenz von der „Leben mit Demenz – Alzheimergesellschaft Minden-Lübbecke“. Unter der Telefonnummer 05 71 / 9 74 29 67 sind an jedem Montag von 17.00 – 19.00 Uhr erfahrene Angehörige von Demenzkranken zu erreichen.

Die Info-Zentren Pflege können Ihnen sagen, in welchen Pflegeheimen es spezielle Wohnbereiche oder eine besondere Betreuung Demenzkranker gibt.

Weitere Informationen:

"Leben mit Demenz" - Alzheimer Gesellschaft Minden-Lübbecke, Goethestr. 42, 32427 Minden; Kontakt-Telefon: Jeden Montag von 17:00 - 19:00 Uhr,
Tel. 0571 / 9742967, Internet-Adresse: www.leben-mit-demenz.info

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Friedrichstr. 236, 10969 Berlin,
Tel. 0 18 03 / 17 10 17, Internet-Adresse: www.deutsche-alzheimer.de

Deutsches Grünes Kreuz e. V., Marburg, Tel. 0 64 21 / 2 93 – 0,
Internet-Adresse: www.altern-in-wuerde.de